
Tja, sowas passiert, wenn man sich am Vorabend von den Norwegern versichern lässt, der Schnee kommt frühestens Anfang November…dann steht man an einem Sonntag Mitte September auf und sieht ne Schneedecke ;o)…ist aber inzwischen wieder alles weg und die Sonne scheint wieder. Aber kalt ist es inzwischen trotzdem sehr und so langsam brauch ich dann auch mal ein paar warme Sachen.
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An diesem Wochenende habe ich nach langer Zeit mal wieder einen Ausflug im schönsten Land Skandinaviens gemacht. Diesmal ging es nach Oslo. Nach einer entspannten Anreise mit meinem neuen Lieblingsbusunternehmen haben wir (Ute und Ich) am Abend die Hauptstadt erreicht und wurden dort von Hilke in Empfang genommen und auf einigen Umwegen in ihr Studentenwohnheim gebracht…haben auf ganz schön engem Raum zusammengewohnt ;o), aber die Aussicht über die Stadt entschädigte für alles. Am nächsten morgen ging es bei atemberaubendem Wetter als erstes in den wunderschönen Vigelandpark…ich glaube noch schöner ist er, wenn man nicht Samstag mittag dahin geht, wo schon circa 5-10 Touristennbusse davor warten, aber auch das muss man erst lernen, wenn man nicht in Oslo geboren wurde.


Das haben wir dann am Montagvormittag, allerdings bei etwas schlechterem Wetter nachgeholt. Im Anschluss gab es dann einen Shoppingbummel in den vielen Geschäften, wo es überall soooooooooooo schöne Sachen gibt. Wenn man dann schonmal als Student in die Stadt kommt, darf auch eine echte Wohnheimparty nicht fehlen, die hier anders als in Trondheim oder Lillehammer über den Dächern der Stadt stattfand. Vorher haben wir allerdings noch echtes norwegisches Würstchenbarbeque und engangsgrill im Park gemacht.

Der Sonntag stand dann wieder ganz im Zeichen von Sightseeing und Gemütlichkeit, inklusive langem Frühstück, der Festung Akershus und einer Bootstour durch den Oslofjord - bei der ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit meine jetzige Erkältung zugezogen habe - Kaffee an der Hafenpromenade und Take Away Pizza. Insgesamt ist Oslo eine junge Stadt und besonders bei schönem Wetter eine Reise wert.

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Heut hab ich, mal wieder durch Zufall, etwas sehr schönes gesehen. Eigentlich hatte ich mich nur auf den Weg gemacht, um mir den Olympiapark in Lillehammer anzusehen, in dem 1994 die olympischen Winterspiele stattgefunden haben.

Als ich dann bis auf ein paar hundert Meter an die Skisprunganlage herangekommen war, habe ich gesehen, dass von der großen grünen Schanze doch tatsächlich Springer herunterkamen…gut dachte ich, werden ein paar Nachwuchsnorweger sein, die hier schonmal für den großen Sprung im Winter, bei irgendwelchen Wettkämpfen üben.

Als ich dann aber noch näher dran war, hab ich gehört, dass es auch einen dreisprachigen Kommentar zu der Veranstaltung gab. Ich habe allerdings nirgendwo erkennen können, um was es sich wirklich handelt, doch es musste etwas größeres sein, denn keine fünf Minuten später stand Andreas Widhoelzl vor mir, der dann auch den Wettkampf gewonnen hat. Es war im übrigen ein FIS Continental Cup, wie ich später auf dem Heimweg dann erfahren habe.

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Weil ich ja jetzt die nächsten Monate hier studieren werde, wollte ich euch wenigstens mal ein paar Eindrücke von meiner neuen Uni schicken.

Es ist alles sehr romantisch hier und eigentlich kommt man sich eher vor wie in einem Film, wenn man die Gartenanlage und die Aussicht betrachtet, ganz zu schweigen von einem äußerst sehenswerten Weg dahin.

Ich bin zwar für ein Wintersemester hergekommen, aber wenn ich es mir recht überlege, kann es ruhig noch eine ganze Weile so warm bleiben, dass man es sich auf der Wiese mit einem Kaffee gemütlich machen kann.

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So, da bin ich nun…angekommen in Lillehammer für die nächsten Monate. Nach einer langen, schönen Busfahrt von Trondheim hierher, erwarteten mich am Busbahnhof zwei fließend deutsch sprechende Norwegerinnen und mit ihnen mein Abendprogramm. Erstmal schnell Sachen ins Wohnheim und ein bischen Essen einkaufen.

Anschließend kurz das Zimmer angucken und dann auch schon auf zum legendären norwegischen Vorspiel bei einem der Mädels. Für alle, denen das komisch vorkommt…nein es geht nicht um Sex, sondern um Alkohol…der ist hier in den Bars und Clubs nämlich so teuer, dass man das Bier im Supermarkt kauft und dann schonmal zuhause soviel trinkt, dass man später nichts mehr will…gibt auch ein Nachspiel ;o)…für die die dann doch wieder wollen. Danach habe ich dann auch gleich noch die zwei besten Clubs in Lillehammer kennengelernt (die heißen hier Bingo’n = Studentenschuppen und Brenneriet = schon bischen edel). Habe mein Bett in dieser Nacht auch erst ab vier gesehen.
Lillehammer am Tag ist allerdings auch sehr schön und so habe ich mir die Uni angesehen und einen großen Stadtrundgang gemacht, bei dem ich auch über eine ziemlich lange Brücke über den größten Inlandssee Norwegens (den Mjøsasee) gelaufen bin…man kann sich alles vorstellen, aber nicht, dass es sich dabei tatsächlich nur um einen See handeln soll…der ist einfach riesig.

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Kaum zu glauben, aber der Sprachkurs ist schon vorbei. Nachdem ich gestern die Abschlussprüfung geschrieben habe (Ergebniss wird nachgereicht), würde ich behaupten, dass ich sogar was gelernt habe…oder wie nennt man das, wenn man in einer vorher fremden Sprache plötzlich zwei Seiten Text schreiben kann ;o)…
Heute mache ich mich mit dem Bus auf den Weg nach Lillehammer und bin schon sehr gespannt, was mich dort erwartet. Schön wars, hier bei meinen Moholts und besonders liebe Grüße gehen an meine Ute-Maus (sie bleibt ein Moholt) und meine Hilke-Püppi (sie wird ein Großstadtkind), sowie Tine und Saskia.

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Ein langes anstrengendes Wochenende liegt hinter mir und ich bin total geschafft. Ist ja auch kein Wunder, schließlich bin ich bis zum Mittelpunkt Norwegens gelaufen, aber von vorn: Am Freitag haben wir uns nach einer durchfeierten Donnerstagnacht - diszipliniert wie wir sind natürlich mit Besuch des Sprachkurses am Vormittag - mit 60 Leuten auf den Weg nach Nordheim gemacht, wo wir nach 2h Busfahrt in einer richtigen Jugendherberge mit Sechserzimmern, Doppelstockbetten, Gangduschen und Gemeinschaftsräumen angekommen sind. Böse Zungen behaupten, ich wäre zu alt für sowas ;o).

Nachdem alle gemeinsam eine Suppe gekocht und gegessen haben, wurde es für diejenigen, die die letzte Nacht im Downtown verbracht hatten Zeit fürs Bett. Direkt am nächsten Morgen gab es Klassenfahrtfeeling (Grundschule), denn alle Schuhe, die im übrigen im Eingangsbereich zu stehen hatten, waren aneinander gekettet im Gang ausgelegt. Als jeder sein Paar hatte, machten wir uns auf den Weg zum Mittelpunkt Norwegens, der sich in ca. 13km Entfernung (immer bergauf) befand.

Unterwegs dorthin gab es herrliche Landschaften, doch um sie zu sehen musste man stehen bleiben, da man sonst vom Laufsteg gefallen wäre…man fühlte sich glatt wie in einem Computerspiel.

Am Mittelpunkt angekommen, war es schon ein besonderes Gefühl, auch wenn der Platz nicht unbedingt spektakulär war, fühlte man doch, man hatte etwas erreicht.

Diese besondere Erfahrung haben wir wieder im Heim angekommen dann auch mit einem Barbeque gefeiert und anschließend noch ein wenig Klassenfahrtatmosphäre verbreitet - Lagerfeuer, Strippoker, Versteckspiel bei Nacht und Pyjamaparties ;o)…was fällt euch sonst noch ein? Natürlich gab es, wie auf jeder echten Klassenfahrt auch plötzlich entstehende, mit Sicherheit langjährige Partnerschaften ;o)

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Willkommen zum Championsleague Qualifikationsspiel Rosenborg BallKlub vs. FC Astana. Ja, ihr habt richtig gehört, hier gibt es eine Fußballmannschaft mit eigenem Stadion und wenn alles gut geht, werden sie auch in der Championsleague spielen. Wir haben uns bestens auf diesen Abend vorbereitet und nach einigen Minuten können wir sogar schon die ersten Fangesänge mitsingen…

…zumindest die Melodien sind alle bekannt und man staunt in wie viele Sprachen diese Lieder zu übersetzen sind. Neu war allerdings, die Melodien von Pippi Langstrumpf und Oh Tannenbaum im Stadion zu hören, natürlich alles in Rosenborg Style. Nach sechs Minuten steht es 2:0 und es wird schwer, sehr schwer…für die Kasachen ;o).

In der Halbzeitpause schnell versorgen mit polse og kaffe und dann weiterzittern (wegen der Temperaturen des nachts, nicht wegen des Ergebnisses). Rosenborg gewinnt am Ende 7:1 und vielleicht spielen sie bald im Finale gegen ein tysk fotballteam.

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Heute war der Tag, an dem wir endgültig in den Klub der Wikinger aufsteigen sollten…und zwar bei 29°C und strahlendem Sonnenschein - fast könnte man denken wir sind im falschen Land, doch ein Blick in die Landschaft verrät, wir sind immer noch im schönsten Land des Nordens und der Sommer meint es verdammt gut mit uns.

Gut gerüstet für den Wikingertest machen wir uns auf den Weg, doch bevor es losgeht werden noch Bananen verteilt…hat schon was heimisches, wenn 60 Leute um so eine Kiste herumstehen ;o). Wolfgang erklärt noch kurz die Spielregeln…drei Seen und für jedes durschwimmen gibt es den nächsthöheren Abschluss…wir sind fest entschlossen Doktoren zu werden.

Das Wasser ist schon kalt, aber ein Wikinger kennt keinen Schmerz und so schwimmen wir in wunderschöner Idylle in eiskalten Bergseen. Vielleicht sollte man erwähnen, dass die wenigen bereits anwesenden Badegäste zutiefst erschrocken waren, als plötzlich wie aus dem nichts Wikinger in Massen auftauchten, um ihren Master of Hiking zu machen.

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Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Kaffee gegen 12:00 Uhr haben wir beschlossen, uns wie echte Touristen in Trondheim aufzuführen. Und was machen die? Genau, sie suchen sich ein Ausflugsboot und erkunden die kleine Insel Munkholmen, die der Stadt vorgelagert im Trondheimsfjorden liegt. Man erreicht nach ca. 20 Minuten rasanter Bootstour den wohl idyllischsten Ort in Trondheim, mit einem kleiner Kloster - in dem natürlich ein Café nicht fehlen darf - und großen Wiesen, die zum Sonnen einladen würden, sofern denn die Sonne ebenfalls mitgefahren wäre ;o)…

Aber um vom Touristen zum echten Norweger aufzusteigen, ist es unbedingt notwendig, im 15°C “warmen” Wasser schwimmen zu gehen. Hinterher sollte man jedoch nicht den gleichen Fehler machen wie ich und sich an den Felsen beim Füße abtrocknen das Knie aufschlagen, das macht unschöne Stellen und beeinträchtigt das Bikini-Erscheinungsbild…aber keine Angst mir geht es gut ;o)

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